Die Geburt des fischertechnik-Baukastensystems

Die "Geburtsstunde" der ersten fischertechnik-Baukästen schlug Ende 1965, aber bereits im Jahr zuvor hatte Artur Fischer die Bausteine erfunden: Schon damals als Dübelhersteller weltbekannt, wollte der Chef der fischerwerke seinen Kunden und Geschäftsfreunden nicht immer bloß Kugelschreiber, Schwarzwälder Kirsch oder Schinken zu Weihnachten schenken. Etwas pfiffiger sollte es sein - und etwas für Kinder! 

In einer Firmenchronik, die Ende der 60er Jahre erschien, steht zu lesen: "Der eigene Werkzeugbau, die Kunststoffverarbeitung und die Leistungsfähigkeit als feinmechanisches Unternehmen schaffen die Voraussetzung, daß 1964 ein drittes Produktionsprogramm (neben Blitzlichtgeräten und Dübeln - Anm. d. Red.) vorbereitet werden kann: ein technischer Lehr- und Modellbaukasten für die Jugend." Der Baukasten, so heißt es weiter, sei wie jedes andere fischer-Erzeugnis jener Zeit, "ohne Vorbild und Beispiel". 

Ausgangspunkt war eine Art Befestigungselement aus Kunststoff - anbaubar (das war das Neuartige!) an allen sechs Seiten. fischertechnik erlebte seine offizielle Premiere im Rahmen einer Sonderaktion des Deutschen Fernsehens zum Weihnachtsfest 1965: Artur Fischer hatte die ersten 1.000 Baukästen fertigstellen lassen und der "Aktion Sorgenkind" gespendet. 

Im darauffolgenden Frühjahr wurde das Baukastensystem dem Spielwarenhandel vorgestellt - und damit begann der "Siegeszug": Noch im selben Jahr würdigte der stellvertretende französische Industrieminister fischertechnik als "Bestes Spielzeug 1966" in Frankreich. Bei der Spielwarenmesse 1967 in Nürnberg war fischertechnik auf Anhieb ein internationaler Erfolg. 1970 folgte in Frankreich der "Oscar du Jouet", 1976 wurde fischertechnik zum "Spiel des Jahres" in Holland erklärt, 1976 erhielt Artur Fischer für sein Engagement im Bereich Bildung und Erziehung die Ehrendoktorwürde der Universität Gießen. 

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